Im Kampf gegen Rechtsextremismus, fanatischen Nationalismus und Rassismus, der sich in Franken und der Oberpfalz breit gemacht hat und immer noch neuen  Nährboden findet, kommt den Kommunen und den zivilgesellschaftlichen Gruppen eine Schlüsselrolle zu. Wie sie diese ausfüllen können, zeigt das neue  Handlungsprogramm der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion.

DAS AKTUALISIERTE HANDLUNGSPROGRAMM zum Download

Wir sagen gemeinsam NEIN zu Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Menschenverachtung und Demokratiefeindlichkeit.

Kurzinformation

Franken und insbesondere die Metropolregion Nürnberg sind zu einem „beliebten“ Aktionsgebiet der NPD und anderer rechtsextremistischer Vereinigungen geworden. Sie versuchen, ihr Auftreten in der Öffentlichkeit und ihre menschenverachtende Ideologie zu einem festen Bestandteil des Alltags zu machen. 
Jede Kommune in der Metropolregion kann unvermittelt und unvorbereitet von rechtsextremistischen Aktivitäten betroffen werden. Dieser Entwicklung muss mit aller Entschiedenheit entgegengewirkt werden. Deshalb sind alle Kommunen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Initiativen aufgerufen, sich den Rechtsextremisten mit ihrer verfassungsfeindlichen Agitation entgegenzustellen. Ein klares öffentliches Eintreten für Vielfalt und Menschenrechte sind wichtige Signale dafür, dass wir in der Metropolregion unsere demokratischen Werte entschlossen verteidigen.

Gründung der Allianz

Am 19. März 2009 wurde auf Initiative des Menschenrechtsbüros und der Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken e.V. / Ansbach Stadt und Landkreis im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg die „Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg“ gegründet und ein erstes Handlungsprogramm als Arbeitsgrundlage vorgelegt.

Weitere Informationen über die Gründungsversammlung befinden sich unter...

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„Was tun gegen den Hass? Was tun gegen den Hass!“- Einladung zum 9. Wunsiedler Forum

Mittwoch, 5.10.2016, 9:30 – 16:30 Uhr - Fichtelgebirgshalle, Wunsiedel

Zivilgesellschaftlich Aktive aus Initiativen, Bündnissen, Vereinen, Netzwerken und kommunalpolitisch Verantwortliche, die sich für ein tolerantes und weltoffenes Miteinander einsetzen, werden zunehmend mit diskriminierender und abwertender Hassrede, Falschmeldungen und Verschwörungsideologien konfrontiert.

Diese abwertenden Einstellungen und Diskriminierungen sind vielschichtig und tauchen in sehr unterschiedlichen Kontexten auf. Dabei ist der Grat zwischen populistischen Stammtischparolen und offen artikuliertem Hass schmal. Immer häufiger sind engagierte Menschen Anfeindungen und Bedrohungen auch in ihrem persönlichen Umfeld ausgesetzt. Zugleich stellen wir fest, dass der Umgang mit diesen Erscheinungsformen äußerst kreativ und couragiert ist – es haben sich bereits koordinierte Handlungsstrategien und Lösungsansätze entwickelt.

Im 9. Wunsiedler Forum wollen wir daher gemeinsam in handlungsfeldbezogenen Werkstätten die bestehenden Ansätze und Impulse mit Akteuren aus der Praxis fortentwickeln. Wir wollen die Übertragbarkeit in unser persönliches Praxisfeld prüfen. Zudem soll die Veranstaltung eine weitere Vernetzung der Akteure befördern, erfolgreiche „Best Practice“-Ansätze vorstellen und so die Ideenentwicklung für künftige Lösungen anregen.

Leitfragen:

· Wie begegnen wir Hass und Hassrede im Alltag? Wo sind wir aktiv - wo noch nicht?

· Welche Schritte und Ressourcen werden in meinem Handlungsfeld konkret benötigt?

· On/Offline – Welche Rolle spielen die digitalen Medien in der Engagementpraxis

 

Weitere Informationen in der Einladung und im Programm.

Anmeldung über das Anmeldeformular -->

Allianz gegen Rechtsextremismus mit Bayerischem Bürgerpreises 2016 ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 zeichnet der Bayerische Landtag mit seinem Bürgerpreis jährlich vorbildliches bürgerschaftliches Engagement in Bayern aus. Unter dem Leitthema „70 Jahre in guter Verfassung. Wir leben und gestalten Demokratie“ hat die Jury das Engagement gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion nun besonders geehrt. Die „Allianz gegen Rechtsextremismus“ erhält den 1. Preis und ihre Mitgliedsinitiative „Wunsiedel ist bunt“ wird mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Pressemitteilung der Allianz -->

Pressemitteilung des Landtags --> 

Hoax Map

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ist zu beobachten, dass zunehmend Gerüchte über Asylsuchende* in die Welt gesetzt und viral verbreitet werden. Von gewilderten Schwänen und geschändeten Gräbern - hier werden sie gesammelt.

Die enthemmte Mitte – rechtsextreme und autoritäre Einstellung 2016

Die Studie „Die enthemmte Mitte – rechtsextreme und autoritäre Einstellung 2016“ fördert einen auf den ersten Blick überraschenden Befund zu Tage. Hinsichtlich der Verbreitung der klassischen politischen Einstellungen, die Rechtsextremismus charakterisieren, macht die aktuelle Erhebung nur geringfügige Änderungen zur letzten Studie 2014 aus.

Die Antworten auf die Fragen zur gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit zeigen eine Abnahme generalisierter Vorurteile bei einer gleichzeitig gewachsenen Fokussierung auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Islamfeindschaft sowie auf Sinti und Roma.

Eine Polarisierung der gesellschaftlichen Mitte lässt sich aus den Befunden der Studie ableiten. Zum einen ergibt sich aus den Befragungen eine Radikalisierung einzelner Teile – zum anderen kann man eine Zunahme der demokratischen Einstellungen in der Mitte nachweisen.

Der Vorstand der Allianz, Stephan Doll beschreibt die Studie treffend so:
"Die Studie zeigt bei der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit erschreckende Ergebnisse bezogen auf Asylbewerberinnen und Asylbewerber, Islamfeindlichkeit und Sinti und Roma auf. Die Studie spricht auf von einer zunehmenden Radikalisierung (Gewaltbereitschaft) und einer zunehmenden Polarisierung."

Die Studie zum Download und weitere Informationen:

www.boell.de/<wbr />polarisiertemitte

Sport und Flüchtlinge - Tipps und Hinweise für Sportvereine für die Arbeit mit Flüchtlingen

Downloaden hier -->

Die Broschüre können Sie in der Geschäftsstelle kostenlos bestellen.

Informationen zum Schutz gegen Raumanmietungsversuche von Rechtsextremisten

zum Download